Der kleine Tod 3

Stumm liege ich auf dem Bett und starre das schwarze Display meines Handys an. Das Mistding starrt zurück. Scheint mich zu verhöhnen, in all seiner Tonlosigkeit.
Ich drücke einen Knopf, das Display leuchtet auf: Keine Nachrichten, keine Anrufe in Abwesenheit. Wie auch, ich liege seit geschlagenen 4 Stunden hier und tue nichts anderes . Das Telefon erlischt.
Ich lege meinen Kopf zurück auf das Kissen, neben das Handy, er fühlt sich so schwer an. Ich starre es weiter an, hypnotisiere es, flehe stumm. Keine Reaktion.
Ich weiß genau das niemand angerufen hat, mir niemand eine Textmeldung geschrieben hat, ich habe bereits vor 5 Min alles kontrolliert. Genau so wie 5� Min davor. Und die Minuten davor….
Mein Magen fühlt sich an wie ein Stein, alle Gedärme scheinen sich verknotet zu haben, ans aufstehen nicht zu denken. Das Kotzgefühl im Bauch will nicht vergehen, ich wieder mich selbst an, diese Kälte ist ganz tief in mir drinnen.
Ich höre kein Ton, kein Vogel vor dem Haus erwärmt sich zu einem Zwitschern, keine lachenden Kinder ziehen an meinem Fenster vorbei, kein Auto mit lauter Musik fährt rast die Straße runter, die Zeit scheint eingefroren.
Ich liege da wie in Stein gemeißelt und starre.
� Soll die Welt doch untergehen, sollen doch alle einen qualvollen Tod sterben, sollen sich doch die Offenbarung erfüllen und die Menschheit grausam umkommen, sollen sie doch !!!!
Wenn nur dieses Handy schellt…
Ich liege hier und warte, warte darauf das sich dieser verdammte „Niemand“ meldet, ein Signal von sich gibt und ich ein Lebenszeichen erhasche.
Ansonsten verliere ich den Mut.

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